Nordbrücke: Linksfraktion fordert schnellen Neubau in bestehender Breite
Hierzu erklärt Patrick Tollasz, verkehrspolitischer Sprecher der Linksfraktion:
Nach der Sperrung der Nordbrücke für den Schwerlastverkehr folgt die Katastrophe: die komplette Sperrung für alle Verkehre. Die extreme zusätzliche Verkehrsbelastung verschlechtert unmittelbar die Lebensqualität der Bonner*innen. Dies ist das Ergebnis eines zeitintensiven Planungsvorhabens der Autobahn GmbH für einen unnötigen und überdimensionalen Ausbau der Nordbrücke. So kann es nicht weitergehen!
Die Linksfraktion fordert von Beginn an einen Neubau der Nordbrücke in bestehender Größe – nur so ist eine schnelle Umsetzung möglich. Wir sprechen uns klar dagegen aus, weiterhin das überdimensionierte Monsterprojekt eines Ausbaus auf doppelte Breite zu verfolgen. Dies wäre nicht nur verkehrspolitisch falsch und würde den Abriss von Wohnungen bedeuten. Die langen Planungs- und Genehmigungsverfahren samt rechtlicher Risiken würden auch viele Jahre in Anspruch nehmen, obwohl es eine schnelle Lösung braucht.
Zudem müssen die Straßen jetzt erst recht insgesamt entlastet werden. Dafür muss sich der individuelle Pendelverkehr verringern, indem weitere Anreize zur Nutzung von Rad und ÖPNV geschaffen werden. Die vom OB angekündigten Sparmaßnahmen im ÖPNV sind dafür ein fatales Signal und werden die Bonner Straßen zusätzlich verstopfen. Es braucht dringend ein Konzept, um massive Verspätungen im ÖPNV zu verhindern. Die Stadt muss aufzeigen, wie der Bus- und Bahnverkehr trotz stark erhöhter KFZ-Belastung im Bereich Kennedybrücke funktionieren kann.

