Spielmobile Max und Moritz
Große Anfragen an die Bezirksvertretungen Bad Godesberg (12.05.10) und Bonn (11.05.10)
Fragestellung
Das städtische Jugendamt betreibt zwei Spielmobile Max und Moritz, um dezentral an wechselnden Standorten (darunter auch Lannesdorf und Mehlem) pädagogisch betreute Freizeitangebote für 6-14jährige anzubieten, die abseits der Kinder- und Jugendzentren wohnen. Spielbus Moritz fällt seit Monaten aus.
- Aus welchen Gründen heraus hält der Ausfall des Spielmobils Moritz nun schon so lange an und welche Maßnahmen müssten ergriffen werden, um das Angebot rasch wieder bereitzustellen?
- Wie stellt sich die Verwaltung dazu, dass die Stadtwerke dem Jugendamt als Alternative zum reparaturbedürftigem Spielmobil Moritz einen kostenlosen, ausgemusterten Bus angeboten haben, dieser aber bislang weder umgerüstet noch in Betrieb genommen wurde?
- Wie bewertet die Verwaltung die Möglichkeit, im Sinne eines Kostenvergleichs auf längere Sicht, anstelle der Herrichtung eines Altfahrzeuges die Neuanschaffung eines wartungsärmeren Modells aus Zugmaschine und Hänger in Betracht zu ziehen? In welchen Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit sind die beiden pädagogischen MitarbeiterInnen, die in der Vergangenheit für das Angebot Spielmobil Moritz eingesetzt wurden, nun (vorübergehend) tätig?
Begründung
Gerade in denen mit offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen nur unzureichend ausgestatteten Stadtteilen von Bad Godesberg stellt das Spielmobil Moritz einen pädagogisch immens wichtigen Faktor dar. In den Bad Godesberger Stadtteilen Lannesdorf und Mehlem leben jeweils ca. 750 Kinder und Jugendliche in der Altersklasse zwischen 6 und 14 Jahren. Seit November 2009 ist den Kindern und Jugendlichen in Mehlem die Möglichkeit entzogen, das Angebot des Spielmobils Moritz wahrzunehmen. Es wäre sehr im Sinne dieser Kinder und Jugendlichen, Maßnahmen zu ergreifen, damit möglichst zeitnah beide Spielmobile oder zumindest gleichwertige Ersatzangebote eingesetzt werden könnten, wozu eventuell auch Alternativen zu prüfen wären. Die mobile offene Jugendarbeit dient neben der reinen Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen einer bildungsbezogenen Förderung dieser Altersgruppe und besitzt nachhaltige präventive Wirkung in den Bereichen dissozialen nonkonformen Verhaltens und ist gleichzeitig integrationsfördernd. Es wäre sicherlich eine Bereicherung für die Kinder- und Jugendarbeit in Mehlem, wenn der alte Status quo wieder hergestellt würde, bzw. adäquate alternative Lösungen gefunden werden könnten.
Stellungnahme der Verwaltung zu Bad Godesberg
Bis zum 1.12.2009 hat das Amt für Kinder, Jugend und Familie mit dem Spielmobil ?Moritz? auf dem Dorfplatz in Mehlem montags ein vierstündiges offenes Spielangebot für Kinder von sechs bis vierzehn Jahren vorgehalten. Durchschnittlich 30 Kinder haben das Spielmobil am Standort Mehlem pro Tag besucht.
An den anderen Wochentagen fuhr das Spielmobil zweimal den Dorfplatz Geislar und je einmal den in Buschdorf und bzw. den Schulhof der Hedwigschule in Auerberg an.
Anfang Dezember 2009 wurde der Gelenkbus nicht mehr dem TÜV vorgeführt, sondern stillgelegt.
Die Stadtwerke haben der Jugendverwaltung als Ersatz einen ausgemusterten Verkehrsbus kostenlos überlassen. Der technische Zustand des Busses hat sich bei einer Untersuchung in der Werkstatt der Stadt allerdings als deutlich schlechter dargestellt, als erwartet. Die Innen-einrichtung zum Spielmobil, die mit Haushaltsmitteln für die Ausstat-tung der städtischen Kinder- und Jugendeinrichtungen finanziert wird, wurde deshalb zunächst bis zur Klärung der Fragen zur fahrzeugtechni-schen Instandsetzung zurückgestellt.
Zwischenzeitlich konnte der Umfang der erforderlichen Reparaturen im Rahmen eines TÜV-Gutachtens ermittelt werden. Die Verwaltung wird die Reparaturen in Auftrag geben, den Innenausbau fertig stellen und das Fahrzeug als Ersatz für das nicht fahrbereite Spielmobil Moritz in Betrieb nehmen.
Die Verwaltung sieht angesichts der Haushaltslage keine Möglichkeit für die Anschaffung eines neuen Zugfahrzeugs mit Hänger.
Die im Spielmobil Moritz eingesetzte Erzieherin und ihr Kollege haben bis zur 15. Kalenderwoche abzüglich Urlaub und Freizeitausgleich als Vertretung in anderen städtischen Kinder- und Jugendeinrichtungen gearbeitet und eine Ferienfreizeit begleitet. Seit der 16. Kalenderwoche betreiben sie ein provisorisches Ersatzangebot an den genannten Standorten. An jedem Standort ? auch auf dem Dorfplatz in Mehlem ? wird jeweils für eine Woche der ?Mini-Max?, ein kleiner Materialwagen aus dem städtischen Spielgeräteverleih, mit Tischen, Bänken, Spielgeräten und Beschäftigungsmaterial aufgestellt, täglich durch einen Zeltanbau ergänzt und für vier Spielstunden geöffnet. Die Spielwochennachmittage haben in der 16. KW in Mehlem angefangen und werden im wöchentlichen Wechsel nacheinander in Geislar, Buschdorf, Auerberg usw. fortgesetzt, bis der ?neue? Spielmobilebus betriebsbereit ist.
Der Einsatz des zweiten Spielmobils, ?Max?, in Heiderhof, Lannesdorf, Vilich-Müldorf und am Frankenbad bleibt hiervon unberührt.
Stellungnahme der Verwaltung zu Bonn
Bis zum 1.12.2009 hat das Amt für Kinder, Jugend und Familie mit dem Spielmobil ?Moritz? auf dem Schulhof der Hedwigschule in Auerberg donnerstags ein vierstündiges offenes Spielangebot für Kinder von sechs bis vierzehn Jahren vorgehalten. Durchschnittlich 100 Kinder haben das Spielmobil am Standort Hedwigschule pro Tag besucht.
An den anderen Wochentagen fuhr das Spielmobil zweimal den Dorfplatz Geislar und je einmal den in Buschdorf und den in Mehlem an.
Anfang Dezember 2009 wurde der Gelenkbus nicht mehr dem TÜV vorgeführt sondern stillgelegt.
Die Stadtwerke haben der Jugendverwaltung als Ersatz einen ausgemusterten Verkehrsbus kostenlos überlassen. Der technische Zustand des Busses hat sich bei einer Untersuchung in der Werkstatt der Stadt allerdings als deutlich schlechter dargestellt, als erwartet. Die Inneneinrichtung zum Spielmobil, die mit Haushaltsmitteln für die Ausstattung der städtischen Kinder- und Jugendeinrichtungen finanziert wird, wurde deshalb zunächst bis zur Klärung der Fragen zur fahrzeugtechnischen Instandsetzung zurückgestellt.
Zwischenzeitlich konnte der Umfang der erforderlichen Reparaturen im Rahmen eines TÜV-Gutachtens ermittelt werden. Die Verwaltung wird die Reparaturen in Auftrag geben, den Innenausbau fertig stellen und das Fahrzeug als Ersatz für das nicht fahrbereite Spielmobil Moritz in Betrieb nehmen.
Die Verwaltung sieht angesichts der Haushaltslage keine Möglichkeit für die Anschaffung eines neuen Zugfahrzeugs mit Hänger.
Die im Spielmobil Moritz eingesetzte Erzieherin und ihr Kollege haben bis zur 15. Kalenderwoche abzüglich Urlaub und Freizeitausgleich als Vertretung in anderen städtischen Kinder- und Jugendeinrichtungen gearbeitet und eine Ferienfreizeit begleitet. Seit der 16. Kalenderwoche betreiben sie ein provisorisches Ersatzangebot an den genannten Standorten. An jedem Standort ? auch auf dem Schulhof der Hedwigschule ? wird jeweils für eine Woche der ?Mini-Max?, ein kleiner Materialwagen aus dem städtischen Spielgeräteverleih, mit Tischen, Bänken, Spielgeräten und Beschäftigungsmaterial abgestellt, täglich durch einen Zeltanbau ergänzt und für vier Spielstunden geöffnet. Die Spielwochennachmittage haben in der 16. KW in Mehlem angefangen und werden im wöchentlichen Wechsel nacheinander in Geislar, Buschdorf, Auerberg usw. fortgesetzt, bis der ?neue? Spielmobilebus betriebsbereit ist.
Der Einsatz des zweiten Spielmobils, ?Max?, in Heiderhof, Lannesdorf, Vilich-Müldorf und am Frankenbad bleibt hiervon unberührt.
