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Zukunft des Tierheims ungewiss, Linksfraktion fragt nach

Dr. Michael Faber

Zur Großen Anfrage der Linksfraktion zur Zukunft des Bonner Tierheims und benötigten Ersatzflächen erklärt der Vorsitzende der Linksfraktion im Bonner Rat, Dr. Michael Faber:

Das von Straßen NRW für das erste Quartal 2019 anvisierte Planfeststellungsverfahren zur Verbreiterung der Stadtautobahn 565 bedroht die Zukunft des Bonner Tierheims „Albert Schweitzer“. Nach derzeitiger Planung, die die Linksfraktion abgelehnt hat[1], ist zu befürchten, dass der neue Anbau des Tierheims, das Taubenhaus und die Hundeauslauffläche der breiteren Stadtautobahn zum Opfer fallen. Angesichts der einschneidenden Folgen für die Arbeit des Tierschutzvereines hat die Linksfraktion jetzt eine Große Anfrage[1] zum Thema eingereicht, die Umwelt- und Hauptausschuss beschäftigen wird.

Der Zeitplan von Straßen NRW sieht bereits im ersten Quartal 2019 den Beginn des Planfeststellungsverfahrens vor. Vor dem Hintergrund drängt die Zeit. Aus Sicht der Linksfraktion muss gewährleistet werden, dass die wichtige Arbeit des Tierschutzvereines  unterbrechungs- und störungsfrei fortgeführt werden kann. Unverständlich ist aus Sicht der Linksfraktion, dass sich die Verwaltung des Themas bisher noch nicht angenommen hat. Obwohl sich der Verein bereits frühzeitig an sie gewandt hatte, blieb von dort bisher jede Reaktion aus. 

Zwar ist die Stadt nicht Bauherrin und führt die Planungen nicht selbst durch, allerdings erfolgen die Planungen von Straßen NRW in enger Abstimmung mit der Stadt. Zudem erbringt der Tierschutzverein im Tierheim mit der Fundtierversorgung eine originär städtische Aufgabe. Die Stadt muss auch deshalb ein ureigenes Interesse haben, dem Tierschutzverein eine Weiterführung der Arbeit zu ermöglichen. Das gilt auch ganz grundsätzlich mit Blick auf die hohe gesellschaftliche Bedeutung des Tierschutzes. Konkret muss die Stadt die Suche nach geeigneten Ersatz- bzw. Ausweichflächen unterstützen und hierfür Vorschläge unterbreiten. Beispielsweise könnte das Gelände des angrenzenden Kleingartenvereines in Frage kommen. Die Linksfraktion erwartet von der Verwaltung jetzt spürbare Anstrengungen und Antworten auf die gestellten Fragen, damit der Tierschutz in Bonn Perspektive hat und nicht sprichwörtlich unter die Räder eines ausufernden Straßenverkehrs gerät.

 


[1] Vgl. Beschluss v. Drs. 1713165EB8 (ext. Link)

[2] Vgl. Große Anfrage, drs. 1811841 (ext. Link)