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Jürgen Repschläger

Will die Sparkasse KölnBonn eine Bank für Besserverdienende werden?

Zu den Anpassungen, die die Sparkasse in der letzten Woche für ihre Kontomodelle für Privatkunden angekündigt hat, erklärt der Stadtverordnete der Linksfraktion Jürgen Repschläger:

Die Sparkasse KölnBonn hat in der letzten Woche eine neue Gebührenordnung für ihre Girokonten eingeführt, was einige unerfreuliche Neuerungen für Kundinnen und Kunden mit sich bringen wird. Bedauerlich ist zum Beispiel, dass für Leistungen wie Abhebungen an bankeigenen Geldautomaten oder Online-Überweisungen teilweise zusätzliche Gebühren verlangt werden - dabei wurde die Automatisierung dieser Vorgänge doch unter anderem immer damit begründet, dass es der Bank Personalkosten einspart. Verbraucherfreundlich ist das jedenfalls nicht.

Noch ungerechter geht es aber bei den monatlichen Grundgebühren für die Girokonten zu: Während ein Onlinekonto für NormalverdienerInnen für einen Euro Grundgebühr zu haben ist, kostet das Konto für Menschen, deren monatliches Einkommen unter 1250 Euro liegt, 5 Euro im Monat. Offenbar hat die Bank kein Interesse an Geringverdienenden oder Menschen ohne Job als Kunden.

Die Kritik des Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber greift deshalb zu kurz: Kelber hatte die Sparkasse lediglich wegen der mangelnden Kommunikation mit ihrer Kundschaft gerügt. "Doch gerade inhaltlich sind die neuen Girokontenmodelle inakzeptabel für eine öffentlich-rechtliche Bank, die sich doch eigentlich an alle Bevölkerungsschichten richten sollte und sich im Rahmen ihrer Stiftungen auch sozial engagiert. Aus der Sparkasse darf keine Bank der Besserverdienenden werden. Die kommunalen VertreterInnen im Verwaltungsrat sollten die Geschäftsführung auf diesem Kurs stoppen.“, so Repschläger.