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Verbot völlig inakzeptabel

Zum Verbot der Bonner Pride-Demonstration am Samstag erklärt der Stadtverordnete der Linksfraktion Jürgen Repschläger:

Mit großen Unverständnis und einer gehörigen Portion Wut im Bauch reagiert Jürgen Repschläger, kulturpolitischer Sprecher der Linksfraktion, auf das Verbot der Pride-Demo in Bonn: „Bei allem Verständnis für die Corona-Lage: Es ist vollkommen unverhältnismäßig, in einer Situation, wo die Innenstädte voll sind, die Menschen sich in Geschäften drängen und in der Außengastronomie kaum mehr ein Platz zu ergattern ist, das Versammlungs- und Demonstrationsrecht derart zu beschneiden. Die öffentliche freie Meinungsäußerung darf nicht hinter wirtschaftlichen und Konsuminteressen zurückstehen.“

„Bonn präsentiert sich gerne als weltoffene Stadt der Vielfalt, was sowohl die Herkunft als auch die sexuelle Orientierung betrifft. Schwule und lesbische Menschen sowie Transgender sehen sich nicht nur, aber eben auch in Deutschland mit Ressentiments konfrontiert, die ihre selbstbestimmte Lebensweise bedrohen. Tätliche Angriffe nehmen bundesweit zu. Eine Demonstration, die sich gerade gegen diese Bedrohung und für die selbstbestimmte Lebensweise aller Menschen einsetzt, just in diesen Zeiten nicht zu genehmigen, zeugt von wenig Sensibilität gegenüber gesellschaftlichen Realitäten, zumal die Veranstalter*innen ein Hygiene- und Abstandskonzept vorgelegt haben“, so Repschläger. „In Berlin demonstrieren an diesem Wochenende übrigens tausende Corona-Leugner. Verkehrte Welt.“