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Sportausschuss gibt Schülerrudervereinen Perspektive für eigenes Bootshaus

Durch den Änderungsantrag der Koalition zum Bürgerantrag der Rudervereine hat der Sportausschuss in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause die Rahmenbedingungen geschaffen, unter denen die jahrelange Suche der Schülerrudervereine von EMA und FEG nach einer neuen Unterkunft doch noch ein glückliches Ende nehmen kann. Der Beschluss sieht vor, den Vereinen bis zu 125.000 Euro aus dem bestehenden Sportfördermitteltopf für 2022 für den geplanten Neubau ihres Bootshauses vorzumerken – knapp ein Drittel des in dem Jahr für die Förderung von Baumaßnahmen von Bonner Sportvereinen vorgesehenen Budgets. Auch das von den Rudervereinen ins Auge gefasste städtische Grundstück in der Beueler Rheinaue soll für den Neubau in Erbpacht zur Verfügung gestellt werden.

„Wir freuen uns, dass es mit dem beschlossenen Vorschlag der Koalition nach der erfolglosen Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten für die Boote jetzt eine Perspektive der Vereine für ein eigenes Bootshaus gibt“, erklärt Ramy Azrak (Grüne). „Wichtig ist uns dabei allerdings auch, dass der Flächenverbrauch in der Rheinaue möglichst gering gehalten wird. Wir haben den Vereinen deshalb mit auf den Weg gegeben, dass sich der Raumbedarf bei der Planung des neuen Bootshauses auf den unmittelbaren Ruder- und Vereinsbetrieb beschränken muss“, so Corinna Dahmen (Grüne).

„Nach sechs Jahren von Zwischen- und Übergangslösungen gibt es nun die Hoffnung, dass dieser unbefriedigende Zustand bald ein Ende hat. Das Grundstück in Beuel eignet sich gut, weil hier bereits Planungsrecht für ein Bootshaus besteht. Wir haben damit die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Odyssee der Schülerruderer ein Ende finden kann“, sagt Fenja Wittneven-Welter (SPD).

„Die Vorwürfe von CDU und FDP in der Sitzung halten wir allerdings für völlig ungerechtfertigt. Natürlich ist es leicht, sich jetzt hinzustellen und aus der Opposition noch mehr Geld für das Projekt zu fordern. Aber als CDU und FDP noch selbst in der Mehrheit waren, war außer warmen Worten nicht viel zu holen für die Rudervereine“, kritisiert Tobias Haßdenteufel (Linke).

 „Das Engagement der Vereine für das Projekt Bootshaus hat uns sehr beeindruckt. Auch wenn das Vorhaben von vornherein sicherlich sehr ambitioniert war, sehen wir dadurch eine echte Chance für die Rudervereine, mit zusätzlichen Spendengeldern oder der Akquirierung von weiteren Fördermitteln zu einer guten Lösung beigetragen zu haben“, so Beate Saul (Volt) abschließend.