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Sportausschuss beschließt Einführung sozialer Kriterien in der Sportförderung

Zum Beschluss des Sportausschusses auf Antrag der Linksfraktion* für mehr soziale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Sportvereinen erklärt Tobias Haßdenteufel, sportpolitischer Sprecher:

Wir freuen uns, dass der Ausschuss mehrheitlich unserer Initiative gefolgt ist, neue Fördermöglichkeiten für mehr soziale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Sportvereinen einzuführen. Zurzeit gibt es in Bonn nur über die Gelder aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) des Bundes die Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften eine Mitgliedschaft im Sportverein mit bis zu 10 Euro monatlich zu fördern. Das reicht aber für echte Teilhabe im Verein, wo oft noch weitere Kosten etwa für Trikots, Sportgeräte, Freizeiten oder Kurse hinzukommen, in aller Regel nicht aus.

Wir haben deshalb beantragt, die BuT-Mittel durch städtische Sportfördermittel zu ergänzen. Den Vereinen soll es dadurch ermöglicht werden, mit geringem Verwaltungsaufwand zusätzliche Gelder von bis zu 80 Euro pro Jahr und Jugendlichem mit Bonn-Ausweis bei der Stadt abzurufen. Die Sportfördermittel werden zu diesem Zweck um 200.000 Euro jährlich erhöht, was der Ausschuss gestern ebenfalls gegen die Stimmen von CDU und AfB beschlossen hat.

Die Verwaltung ist nun gefordert, die beschlossenen Änderungen durch eine entsprechende Anpassung der städtischen Sportförderrichtlinien umzusetzen. Denn wenn Sport auch gesellschaftlich gemeinschaftsbildend wirken soll, müssen soziale Kriterien in der Sportförderung dem Rechnung tragen. Dazu hat der Sportausschuss gestern einen wichtigen Beitrag geleistet.

* siehe: http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/18/1810869.pdf