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Solidarität mit dem Bonner Frauen*Streik

Anlässlich des Frauen*Streiks am 8. März auf dem Bonner Marktplatz erklärt die Stadtverordnete der Linksfraktion Lea Brandes:

Wie in vielen anderen europäischen Städten rufen auch in Bonn feministisch engagierte Gruppen in diesem Jahr zum Frauen*Streik auf, eine große Demonstration findet auf dem Bonner Marktplatz statt. Hierzu Brandes: „Wir sind solidarisch mit den streikenden Frauen*[1]  und Queers und unterstützen politische Forderungen wie z.B. eine geschlechtergerechte Arbeitsverteilung, mit besonderem Augenmerk auf der meist von Frauen* geleisteten Pflege-, Erziehungs- und emotionaler Arbeit, die gesamtgesellschaftlich viel zu wenig Anerkennung findet. Es freut uns, dass sich so viele Menschen aus unterschiedlichen Kontexten an einer kreativen Repolitisierung dieses Tages in Bonn beteiligen. Hierin liegt die Stärke des Protests, denn nur wenn unser Feminismus andere Diskriminierungsformen wie z.B. Rassismus und Klassismus und die Marginalisierung von Menschen mit Behinderungen überwindet, erreichen wir gesellschaftlichen Fortschritt.“

Im Vorfeld der großen Demonstration am 8. März fanden zahlreiche Informationsveranstaltungen und Workshops statt, in denen sich die Teilnehmer*innen mit Theorie und Praxis des feministischen Protests befassen konnten. Brandes: „Der Wissens- und Erfahrungsaustausch im Rahmen der Vorbereitungen des Protesttags ist immens wichtig, hier entsteht meist ein nachhaltiges Interesse für das Thema und man knüpft schnell Kontakt mit Gleichgesinnten.“ Es bleibt zu hoffen, dass sich zumindest ein Teil des Straßenprotests in Zukunft auch in der Arbeit der kommunalen Gremien widerspiegelt, wo es häufig an feministischer Expertise mangelt. „Vielleicht entscheidet sich die ein oder andere Teilnehmerin* dafür, bei den Kommunalwahlen im nächsten Jahr anzutreten. Das wäre nicht nur gut für die Debattenkultur im Ratssaal, sondern vor allem für das Vorankommen von wichtigen politischen Entscheidungen, wie beispielsweise der Schaffung von weiteren Frauenhausplätzen, die in Bonn seit Jahren dringend benötigt werden“, so Brandes abschließend.


[1] Mit dem Sternchen wollen wir zeigen, dass Geschlecht nicht einfach feststeht, sondern dass es eine Vielfalt an Geschlechtsidentitäten gibt. Dabei sehen sich nicht alle Menschen, die als »Frau« angesprochen werden, auch als »Frau«.