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Olympia 2032: Klassischer Frühstart des OB

Zur Beteiligung der Stadt Bonn an der möglichen Olympia-Bewerbung „Rhein Ruhr City 2032“ erklärt Tobias Haßdenteufel, sportpolitischer Sprecher der Linksfraktion:

Die Privatinitiative Rhein Ruhr Olympic City rührt derzeit mächtig die Werbetrommel für eine mögliche deutsche Olympiabewerbung 2032. Bonn soll dabei nach aktuellem Stand der Planungen Wettkampfstätte für vier Disziplinen sein. Auch Ashok Sridharan hat sich als Bonner OB bereits öffentlich für das Projekt einspannen lassen und seine Unterstützung signalisiert.

Aus Sicht der Linksfraktion ist diese pauschale und kritiklose Unterstützung des Projekts Olympia 2032 aber alles andere als angebracht. Zum aktuellen Zeitpunkt sind wesentliche Punkte der Bewerbung, was zum Beispiel nötige Bauten, Kosten oder Bedingungen des Internationalen Olympischen Komitees angeht, noch unbekannt. Und spätestens nach den einschlägigen Erfahrungen mit Filz und Korruption beim IOC, systematischem Doping in Nationalmannschaften und den Marketingexzessen, die untrennbarer Bestandteil der modernen Spiele geworden sind, stellt sich die Frage, wie viel vom olympischen Gedanken heute überhaupt noch übrig ist. In Hamburg und München sind Olympia-Bewerbungen zuletzt jedenfalls an fehlender Unterstützung aus der Bevölkerung gescheitert.

Wir beantragen deshalb als Linksfraktion für den nächsten Sportausschuss, dass sich die Stadt an einem solchen Projekt nur beteiligt, wenn die Menschen in den betroffenen Kommunen in Form eines Referendums selbst über die Teilnahme an den Spielen entscheiden können. Bis dahin sollten sich OB und Sportamt mit ihrem vorauseilenden Gehorsam und der Begeisterung für das Mega-Event zurückhalten – und sich lieber um ihr Tagesgeschäft und den bedauernswerten Zustand der Bonner Sportstätten kümmern.