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Massive Ausfälle bei Bus und Bahn: Stadtwerke ducken sich weg

Zu den Ausfällen bei Bus & Bahn und der Nichtanwesenheit der Stadtwerke-Geschäftsführung im gestrigen Planungsausschuss erklärt Holger Schmidt, planungspolitischer Sprecher der Linksfraktion Bonn:

In den vergangenen Tagen haben die Ausfälle bei Bus und Bahn untragbare Höchststände erreicht. Zugleich stand mit der Auswertung der Fahrgastresonanz der Stadtwerke für die 2. Hälfte 2017 eine ebenso wenig schmeichelhafte Bilanz auf der Tagesordnung des Planungsausschusses. Obwohl die Geschäftsführung der Stadtwerke eingeladen war und sogar sie betreffende Beschlüsse zu Fahrplanänderungen anstanden, ist niemand aus der verantwortlichen Führungsriege der Verkehrsbetriebe oder der Stadtwerke  im Ausschuss erschienen: Offensichtlich ducken sich die Stadtwerke weg, was die Mangelleistungen im ÖPNV angeht – vom Aufsichtsratsvorsitzenden der Verkehrsbetriebe Ob Sridharan ist auch nichts zu hören.

Ganz anders dagegen beim Lieblingsprojekt neues Zentralbad, da gehen OB und Stadtwerke immer wieder gern an die Öffentlichkeit und scheuen auch keine Kosten. Dieses Missverhältnis sollte mittlerweile selbst jedem Zentralbadbefürworter auffallen.

Wie groß müssen die Ausfälle bei Bus und Bahn noch werden, damit etwas geschieht? Seit mindestens zwei Jahren ist regelmäßig davon die Rede, dass nun innovative Maßnahmen ergriffen werden, um Personal zu gewinnen. Dennoch wird von Seiten der Stadtwerke jetzt wieder auf fehlende FahrerInnen verwiesen. Dass zudem ein Großteil der Bahnen völlig überaltert ist und mindestens für deren Zustand einfach zu wenige zur Verfügung stehen, komplettiert das Bild der auf Sparflamme gefahrenen Verkehrsbetriebe. Für diese sich jetzt rächende Sparpolitik tragen die schwarzgelbgrüne Koalition und der Oberbürgermeister mit ihren Schwimmbadabenteuern und Ausschüttungsvorgaben die Verantwortung. Die SWB müssen stattdessen endlich wieder die Prioritäten richtig setzen - für einen zuverlässigen ÖPNV!