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Linksfraktion teilt Kritik des Tierheimes am OB

Zur Kritik am möglichen Teilprovisorium für das Tierheim beim Ausbau des Tausendfüßlers erklärt der Vorsitzende der Linksfraktion im Bonner Rat, Dr. Michael Faber:

Die Linksfraktion teilt die Kritik des Tierheimes an der von Oberbürgermeister Sridharan geleiteten Stadtverwaltung. Spätestens seit November 2017 zeichnete sich ab, dass die Sanierung des Tausendfüßlers das Tierheim vor existenzielle Probleme stellen wird. Die Stadtverwaltung hat hier aber über Jahre die Hände in den Schoß gelegt, obwohl die Linksfraktion bereits in 2018 und 2019 Initiativen zum Thema in den Ratsgremien gestartet hatte. Als die Politik der Verwaltung dann endlich in Reaktion auf einen Bürgerantrag und eine entsprechende Initiative der Linksfraktion einen Auftrag erteilte, blieb die Suche nach attraktiven Ersatzflächen für die Kleingärtner ergebnislos und der eingerichtete Runde Tisch ein wirkungsloses Alibi-Verfahren.

Dass die Stadtverwaltung für die in diesem Rahmen durchgeführten zwei Besprechungen dann sogar ein externes Büro für die Moderation einschaltete, dokumentiert aus Sicht der Linksfraktion die Unlust und das Desinteresse der Stadtverwaltung beim Thema Tierheim. Wir haben mit einer Anfrage jetzt nachgehakt, warum, auf welcher Grundlage und mit welchen Kosten diese Beauftragung überhaupt erfolgte.

Wenn es nun zu einem Kompromiss aller Beteiligten kommt, dann hat aus unserer Sicht die Stadtverwaltung und der Oberbürgermeister daran sehr wenig Anteil. Im Gegenteil: Dass der Kompromiss jetzt durch hohe und vermutlich millionenschwere Kosten für Provisorien zu Buche schlagen wird, ist auch eine Folge des Versäumnisses der Stadtverwaltung, für die Kleingärtner attraktive und dauerhafte Ersatzflächen frühzeitig zu ermitteln. Sicher war und ist es sehr anspruchsvoll, Lösungen zu finden, die allen Beteiligten gerecht werden. Gerade aus dem Grund wäre aber mehr und früheres Engagement der Stadt erforderlich gewesen. So bleibt der Eindruck, dass die Interessen des Tierheimes beim Oberbürgermeister nie hoch im Kurs standen. Das muss sich in Zukunft ändern. Wir hoffen, dass sich dennoch kurzfristig eine gute Lösung findet, die vor allem dem Tierheim die Sicherheit bietet, die wichtige Arbeit fortsetzen zu können.