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Kunstkommission auflösen!

Zur Arbeit der Kunstkommission und der Arbeit von Erwin Wurm erklärt der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion Jürgen Repschläger:

Laut dem Verwaltungsvorschlag von Anfang 2016  besteht die Aufgabe der im April 2016 installierten Kunstkommission darin, den Kulturausschuss in Fragen der „Kunst im öffentlichen Raum“ zu beraten. Die Linksfraktion hatte dem seinerzeit schon keinen Glauben geschenkt und das Gremium konsequenterweise abgelehnt. Repschläger: „Wir hatten von Beginn an befürchtet, dass diese aus Expert*innen bestehende Kommission schnell ein Eigenleben entwickelt und die Diskussion an den politischen Gremien und der interessierten Öffentlichkeit vorbei führt. Genauso ist es gekommen.“

„Der Kulturausschuss ist kein einziges Mal von der Kommission beraten worden. Im Gegenteil: Über das Treiben dieses ‚hochkarätig besetzten‘ Gremiums konnten sich die gewählten Kulturpolitiker*innen nur aus der Zeitung informieren.“ Das Schreiben von Leser*innenbriefen war für die Bonnerinnen und Bonner die einzig mögliche Form, sich an der Diskussion über ihren öffentlichen Raum zu beteiligen. Fazit: Die Kommission ist elitär, intransparent und letztlich undemokratisch.

Auch inhaltlich erscheint das Gremium nicht auf der Höhe der Zeit. Da wird die Skulptur „Walking Bag“ von Erwin Wurm  lediglich mit dem Verweis auf „den unvorteilhaften Standort“ abgewiesen. Repschläger: „Diese Skulptur ist doch eine recht einseitige Konsumkritik. Denn die Figur ohne Unterleib, aber dafür mit Handtasche wird als Frau wahrgenommen, die klassischerweise auf Handtasche und Schuhe reduziert wird“, so Repschläger. „Männliches Konsumverhalten, wie möglichst große Autos oder Handys, wird nicht thematisiert.“

„Die Kunstkommission gehört aufgelöst. Die Damen und Herren dürfen gerne in den Kulturausschuss kommen und seine gewählten Mitglieder beraten. Ob der Rat dann angenommen wird, ist eine ganz andere Frage“, so Repschläger abschließend.