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Initiierung des Leitbildprozesses zur Nachhaltigkeitsstrategie unter Berücksichtung der Regionalplanung und in Verbindung mit (etc.)

Screenshot: Grüne Ratsfraktion Bonn / Facebook

Erläuterung: Der Antrag zum "Nachhaltigen Bauen" ist eine beeindruckende Leistung der Ratskoalition, der wir neidvoll applaudieren müssen. Denn selten zuvor hat man so viele Allgemeinplätze und Schlagworte auf einem Haufen gesehen. Das Einzige, was hier getan wird, ist aber, nach dem Motto "Verwaltung, mach Du doch mal!" allen möglichen erstrebenswerten Groß- und Kleinkram beim Bauen von der Niederschlagswasserversickerung bis zur "biodiversitätssteigernden Grünflächengestaltung" aufzulisten und an die Stadtverwaltung mit dem Auftrag zur Konzepterstellung und "Operationalisierung" für zukünftige Bauprojekte weiterzureichen. Was sich dadurch letztlich ändern wird - falls dabei überhaupt mehr rauskommt als weitere seitenlange Bemühungen im Schönschreiben - steht in den Sternen. Bemerkenswert, dass sich die Grünen selbst in dieser Phase teilweise schon nicht gegen ihre Koalitionspartner von CDU und FDP durchsetzen konnten und Sanierung und Neubau als ökologisch gleichwertige Alternativen behandeln. Anders dagegen z.B. der Bund deutscher Architekten zuletzt in seinen Positionen für eine klimagerechte Architektur in Stadt und Land: "Bauen muss vermehrt ohne Neubau auskommen. Priorität kommt dem Erhalt und dem materiellen wie konstruktiven Weiterbauen des Bestehenden zu und nicht dessen leichtfertigem Abriss."

Bewertung: Simulierung von politischer Aktivität war nie einfacher - denn wenn gleich 10 mal "nachhaltig" im Antragstext vorkommt, muss es doch gut sein?!