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Für eine Biostadt, die den Namen verdient

Zum Beschluss der Koalition zur Umstellung der städtischen landwirtschaftlichen Flächen auf ökologische Landwirtschaft in der gestrigen Sitzung des Umweltausschusses erklärt Hanno Raußendorf, umweltpolitischer Sprecher:

Vor fast auf den Tag genau einem Jahr wurde unser Antrag1 auf Umstellung der städtischen Flächen auf ökologische Landwirtschaft noch abgelehnt. Inzwischen sind die Koalitionäre aber offenbar zu der Einsicht gelangt, dass der Titel „Biostadt“ ohne eine konsequent ökologische Landwirtschaft, die auf den Einsatz von Pestiziden, Herbiziden und chemisch-synthetischem Dünger verzichtet, mehr Schein als Sein wäre. Wir begrüßen daher, dass hier immerhin ein Umdenken stattgefunden hat.

 

Der Beschluss, für den sich die Grünen jetzt ausgiebig feiern lassen, bietet aber nur wenig Konkretes. Nicht einmal ein Zeitpunkt, wann die Umstellung der städtisch genutzten und verpachteten Flächen abgeschlossen sein soll, wird hier vereinbart. Demgegenüber hatte unser Änderungsantrag gestern2 im Umweltausschuss, der wiederum von der Koalition abgelehnt wurde, mit 2030 einen realistischen Zeitplan und sah auch erste konkrete Maßnahmen für die Wende zur ökologischen Landwirtschaft in Bonn vor. „Der Koalitionsantrag ist dagegen in dieser Form kaum mehr als eine vage Absichtserklärung, verbunden mit einem Prüfauftrag an die Verwaltung“, so Raußendorf abschließend.

1: siehe http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/17/1713674AA2.pdf

2: siehe https://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/18/1813388AA3.pdf