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Tobias Haßdenteufel

Frankenbad: Dachsanierung darf nicht aufgeschoben werden

Tobias Haßdenteufel

In einer Vorlage für den Bürgerausschuss am Donnerstag erklärt die Verwaltung, dass die geplante Dachsanierung des Frankenbades verschoben werden soll, bis eine Folgenutzung beschlossen ist.[1] Hierzu erklärt Tobias Haßdenteufel, sportpolitischer Sprecher der Linksfraktion:

Für uns als Linksfraktion ist jede weitere Verzögerung bei der Dachsanierung des Frankenbades, die eigentlich schon 2016 stattfinden sollte, nicht hinnehmbar. Die Jamaika-Koalition hat in ihren Beschlüssen zur Neuordnung der Bäderlandschaft versprochen, das Baudenkmal Frankenbad so weit wie möglich zu erhalten. Wenn Stadt und Politik nun die Dachsanierung auf unbestimmte Zeit verschieben wollen, kommen an diesem Versprechen starke Zweifel auf.

Denn ein undichtes Dach und damit das Eindringen von Wasser und Feuchtigkeit greift mittelfristig die gesamte Bausubstanz an und sorgt mit Wasserschäden und Schimmelbefall für weitere Kosten. Undichte Stellen einfach abzudichten, wie es die Verwaltung in der Vorlage zusagt, ist keine ausreichende Lösung. Dies hat sich schon am Beispiel Viktoriabad gezeigt, dessen Dach ebenfalls undicht war und das heute ohne irgendeine Nutzungsmöglichkeit brachliegt. Die Stadt spielt hier ein riskantes Spiel, das sie schon einmal verloren hat.

Die Verwaltung begründet in der Vorlage die Verschiebung auch damit, dass je nach Folgenutzung weitere Veränderungen am Dach notwendig werden können. Keine Berücksichtigung finden in dieser Argumentation aber die hohen Energiekosten, die für die Stadt in jedem Jahr anfallen, in dem sie auf eine Sanierung mit zeitgemäßer Wärmedämmung verzichtet und das Kostenrisiko, das sie ohne grundlegende Dachsanierung für die gesamte Bausubstanz eingeht.

Die Linksfraktion spricht sich weiterhin für eine Nutzung des Frankenbads als Schwimmbad aus – abgesehen davon können sich die Verhandlungen über eine mögliche Nachnutzung des Frankenbads jedoch noch Jahre hinziehen. Das Frankenbad solange sich selbst zu überlassen, kann aber keine Lösung sein.

[1] 1711640ST6 (Link).