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Erfolgreicher Protest gegen die Identitären und Streit um Zahlen

Zur Demonstration gegen die Identitäre Bewegung (IB) erklärt der Stadtverordnete der Linksfraktion Jürgen Repschläger:

Zur gestrigen Demonstration gegen die rechtsextreme, rassistische und flüchtlingsfeindliche „Identitäre Bewegung“ hatten sich am Platz der Vereinten Nationen rund 800 Bonnerinnen und Bonner versammelt. Sie waren damit in großer Zahl dem Aufruf von „Bonn stellt sich quer“ gefolgt. Dazu Repschläger: "Ich bin froh, dass sich trotz eines Sonntags im ansonsten menschenleeren Regierungsviertel so viele Menschen versammelt haben um gegen die rassistische Mobilisierung zu demonstrieren. Wir waren mindestens fünfmal so viele wie die Rechtsextremen. Vielen Dank dafür."

Streit gibt es allerdings über die Zahl der antifaschistischen Demonstrant*innen. Repschläger: „Nicht wenige werden sich bei der Lektüre der Lokalpresse verärgert die Augen gerieben haben, denn laut Polizeiangaben sollen es nur rund 300 gewesen sein.“ Interessanterweise hatten Beamtinnen dem Veranstalter vor Ort die Zahl 500 allein auf dem Platz der Vereinten Nationen genannt, dazu kamen noch rund 200-300 auf der Heussallee.

Es ist ein Erfolg für die demokratischen Kräfte, den Rassist*innen zahlenmäßig so überlegen gewesen zu sein. Umso frustrierender ist es, wenn dies dann medial anders berichtet wird.

Dies ist kein Einzelfall. Einen Tag zuvor hatte die Katholische Kirche in Bornheim eine Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit durchgeführt. Nach Angaben der Kirche beteiligen sich 700-800 Menschen. Laut Polizei waren es 350.