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Dieselabgase: Bonn mit „Spitzenwert“

Zu den aktuellen Messergebnissen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) über die Stickstoffdioxidbelastungen in deutschen Städten[1] erklärt Hanno von Raußendorf, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion:

Die Messergebnisse der Umwelthilfe aus diesem Sommer zeigen, wie ernst die Lage in Bonn ist: Von allen 232 Städten und Kommunen, in denen die DUH Straßenmessungen zur Belastung mit Dieselabgasen durchgeführt hat, hat Bonn den unrühmlichen Spitzenplatz: 77 μg/m³ Stickstoffdioxid wurden im Juni an der Ecke Godesberger Allee/Wurzer Straße gemessen – nur direkt am Schiffsanleger an den Landungsbrücken auf St. Pauli war die Gesundheitsbelastung noch höher. Der zulässige durchschnittliche Jahreswert liegt in Deutschland bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Auch an der Sankt-Augustiner-Straße und am Bonner Talweg wurde dieser Grenzwert in den aktuellen Messungen aber überschritten. Zwar handelt es sich bei den Messungen der DUH nur um Stichproben und keine Jahresdurchschnittswerte – aber da gesundheitliche Belastungen auch schon weit unterhalb des gesetzlichen Grenzwertes bestehen, sind die Ergebnisse mehr als besorgniserregend.

„Die Messungen der Umwelthilfe sollte Bonn als Weckruf verstehen – und sie zeigen, dass es mit halbgaren Maßnahmenpaketen wie dem aktuellen Lead-City-Programm nicht getan ist. Was wir in Bonn brauchen, ist ein echter Ausbau des ÖPNV. Nur die Möglichkeiten für etwas günstigere Tickets zu schaffen, ohne in ausreichendem Ausmaß auch die Kapazitäten insgesamt zu erhöhen, ist zu wenig. Zumal alleine die Projektdauer des Programms zeigt, wie wenig nachhaltig Stadt und Bund hier agieren. Wie es aussieht, ist die Stadt mit den aktuellen Entwicklungen auf dem besten Weg in Richtung Diesel-Fahrverbote“, so Raußendorf abschließend.

[1] https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/neue-luftqualitaetsmessungen-der-deutschen-umwelthilfe-115-staedte-und-gemeinden-ueberschreiten-no2-gr/