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Diesel-Fahrverbote: Stadt in der Verantwortung

Zur Reaktion des Oberbürgermeisters auf die Verhängung von Diesel-Fahrverboten auf zwei Bonner Straßen erklärt Hanno Raußendorf, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion:

„Sie täuschen sich, Herr Sridharan: Nicht das gestrige Urteil ist ein harter Schlag für die Bevölkerung Bonns, sondern der immer noch überschrittene Grenzwert für Stickstoffdioxid in unserer Stadt“, kommentiert Hanno Raußendorf, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Rat der Stadt Bonn, das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln zu Fahrverboten auf zwei Bonner Straßen.

„Sollten nun aber ab April 2019 für den Belderberg und für die Reuterstraße selektive Fahrverbote gelten – und auf beiden Straßen auch noch teilweise unterschiedliche Fahrzeugtypen ausschließen, dann ist das für die betroffenen Autofahrer nicht gut. Aber verantwortlich sind diejenigen in der Bundesregierung, der Landesregierung und auch in der Stadt Bonn, die es in all den Jahren seit Inkrafttreten der EU-Grenzwerte nicht fertiggebracht haben, die Emissionen mit diesen in Einklang zu bringen. Und wenn das Verwaltungsgericht der Stadt Bonn nun aufgibt, die städtische Busflotte im Hinblick auf die Immissionssituation zeitnah mit SCRT-Filtern nachzurüsten, dann stellt sich doch eine Frage: Warum ist denn das nicht schon längst geschehen?“

Abschließend fügt Raußendorf hinzu: „Ich bin davon überzeugt, dass wir in Hinblick auf unsere Atemluft, auf unser Klima und auf immer knapper werdende Ressourcen eine umfassende Verkehrswende hin zu öffentlichen Verkehrssystemen brauchen. Auch in Bonn muss der öffentliche Personennahverkehr deutlich attraktiver werden. Wir brauchen mehr Busse, mehr Straßenbahnlinien, dichtere Takte.“