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Die größte Gefahr fürs Bad Godesberger Kurfürstenbad war der eigene Bezirksbürgermeister

Zur Kritik des Godesberger Bezirksbürgermeisters Christoph Jansen am Zeitplan der Bädersanierung im Koalitionsvertrag erklärt Tobias Haßdenteufel, sportpolitischer Sprecher der Linksfraktion:

Den aufgeregten Pressemitteilungen des Bezirksbürgermeisters nach zu urteilen, sieht Christoph Jansen (CDU) in der neuen Vierer-Koalition die schlimmste Bedrohung seines Stadtbezirks seit der Belagerung der Godesburg im Krieg von 1583. Vieles dürfte dabei dem parteiinternen Wahlkampf geschuldet sein, in dem sich Jansen derzeit befindet. Wenn er schreibt: „Sollte die Koalition ihr Vorhaben umsetzen, im Jahr 2023 mit der Sanierung des Frankenbads zu beginnen, bedeutet dies eine Zurückstufung des Kurfürstenbads“, entbehrt das aber jeder sachlichen Grundlage. Die von Jansen kritisierte „Priorisierung“ des Frankenbads im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen, LINKEN und Volt gilt schließlich ausdrücklich für den Bonner Stadtbezirk – wie es im Dokument auch wörtlich steht. Für das neue Kurfürstenbad in Bad Godesberg ändert sich dadurch in der geplanten Zeitschiene also offensichtlich nichts.

Es ist politisches Theater in Reinform, wenn sich Christoph Jansen nun heldenhaft zum letzten Verteidiger seines Stadtbezirks aufschwingen will und lautstark beklagt, dass Bad Godesberg seit Jahren der einzige Bezirk ohne eigenes Hallenbad ist. Genau das war schließlich erklärtes Ziel und Ergebnis der letzten CDU-geführten Koalition auf Stadtratsebene, der auch Jansen angehört hat. Erst der Bürgerentscheid gegen den Badneubau im Wasserland hat dieser Politik einen Riegel vorgeschoben – übrigens besonders dank der entsprechenden Mehrheiten für das Kurfürstenbad in Godesberg und rund um das Frankenbad im Bonner Norden. Dass Jansen diese beiden Bäder nun gegeneinander ausspielen will, geht an den politischen Realitäten in der Stadtbevölkerung, die sich solidarisch für beide Bäder gleichermaßen eingesetzt hat, vollkommen vorbei.