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Bonner Busbahnhof endlich erneuern

Mit einem gemeinsamen Antrag für den Mobilitätsausschuss im April will die Mehrheitskoalition von GRÜNE, SPD, LINKE und VOLT die Stadtverwaltung beauftragen, mit höchster Priorität die Planungen für einen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB Bonn) im Areal zwischen Kaiserplatz, Südunterführung, der Straße Am Hauptbahnhof, dem sog. Maximiliancenter und den Gehwegen der Maximilianstraße zu intensivieren. Bei der Planung soll keine Führung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) über den bisherigen sogenannten CityRing mehr vorgesehen werden. Eine Führung des MIV von der Kaiserstraße durch Areal des neuen ZOB soll gleichfalls unterbunden werden. Die Anlieferung der angrenzenden Gebäude und Ladenlokale sowie die Anfahrt zu medizinischen Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen ist dabei selbstverständlich sicherzustellen.

Rolf Beu, Verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNE-Ratsfraktion und Fraktionsvorsitzender in der BV Bonn: „Der Bonner Busbahnhof aus den 1970er Jahren ist kein Leuchtturm des ÖPNV, sondern ein Relikt aus grauer Vorzeit. Er erfüllt schon lange kein einziges der notwendigen Kriterien für einen zeitgemäßen fahrgastfreundlichen und behindertengerechten Knotenpunkt des kommunalen Nahverkehrs mehr. Der neue ZOB muss barrierefrei, fahrgastfreundlich mit möglichst durchgehenden Wetterschutz, bequemen und ausreichenden Sitzgelegenheiten, ggf. auch in Warteräumen, modernen Informationsanzeigen/ansagen, personalfreundlichen Sozialräumen und zukunftsfähig mit ausreichenden Stellplätzen auch für verstärkten Gelenkbuseinsatz ausgestaltet werden.“ 

Bürgermeisterin Gabi Mayer, Verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion: „Der Neubau des ZOB braucht hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Flächen Planungssicherheit, deshalb ist es nur folgerichtig, dass wir jetzt den Cityring für den Individualverkehr schließen wollen. Busse und Radverkehr, aber auch Fußverkehr wollen wir klar in den Vordergrund rücken. Schon in der vergangenen Ratsperiode haben wir uns mit wechselndem Erfolg genau dafür eingesetzt und sind froh, dass jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden können.“ 

„Mit der Neugestaltung des Busbahnhofs stärken wir die Erreichbarkeit der Bonner Innenstadt für Fuß- und Radverkehr sowie den ÖPNV. Zudem besteht die Chance, das Areal auch städtebaulich deutlich aufzuwerten. Durch Aufgabe des CityRings wollen wir bereits kurzfristig die Anbindung an die Innenstadt verbessern und umweltfreundlichem Verkehr mehr Platz geben“, so Patrick Tollasz, Verkehrspolitischer Sprecher der LINKEN-Ratsfraktion. 

Karin Langer, für VOLT Mitglied im Ausschuss für Mobilität u. Verkehr und in der Bezirksvertretung Bonn dazu: „Neben den Besürfnissen der wartenden Fahrgäste und des Fahrpersonals, wurde früher insbesondere die Bedeutung der Erreichbarkeit mit dem Fahrrad praktisch völlig übersehen. Durch die Reduzierung des Durchgangsverkehrs auf dem CityRing auf den Fuß- und Radverkehr sowie den ÖPNV kann nun endlich der notwendige Platz für eine sichere und zügige Radverbindung am Rande des ZOB geschaffen werden. Wer mit dem Fahrrad in die Stadt fährt, kann dann seinen Fahrradstellplatz gut erreichen und schafft es, pünktlich an der Haltestelle zu sein.“

Der Bonner Bezirksbürgermeister Jochen Reeh-Schall (SPD) ergänzt:„Es ist jetzt aber auch dringend notwendig, dass es voran geht. Die Menschen erwarten angesichts des desolaten Zustandes des Busbahnhofes zu Recht, dass jetzt alle mal aus dem Quark kommen.“