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„Bonn plus Licht“: Weg mit der ganzjährigen Weihnachtsbeleuchtung

Zum SWB-Programm „Bonn plus Licht“ der Stadtwerke Bonn erklärt Hanno Raußendorf, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion:

Dass sich Nachbarn gegenseitig mit möglichst aufwendiger Außenbeleuchtung ihres Eigenheims übertrumpfen wollen, kannte man bisher nur aus Hollywoodkomödien mit Tim Allen oder Chevy Chase. Dank den Stadtwerken und ihrem „Bonn plus Licht“-Programm können Bonnerinnen und Bonnern nun den Stars nacheifern und auf dem eigenen Grundstück mit gepachteten Leuchtkugeln und Fassadenstrahlern die Nacht zum Tag machen – was im Namen der „gefühlten Sicherheit“ auch noch dem Allgemeinwohl dienen soll.

Leider stehen dem fragwürdigen Plus an gefühlter Sicherheit echte Einbußen beim Umweltschutz gegenüber. Nicht nur geht die ganze Aktion mit einem entsprechenden Energieverbrauch einher, auch Insekten, Fledermäuse und Vögel werden durch die Lichtverschmutzung gefährdet. Daran ändern auch die als Alibi ganz unten auf der SWB-Webseite verlinkten unverbindlichen Empfehlungen der Unteren Naturschutzbehörde nichts. Den Bürgerantrag im morgigen Umweltausschuss, der auf eine Einschränkung des Programms zielt, unterstützen wir als Linksfraktion deswegen ausdrücklich. Noch besser wäre es allerdings, wenn die Stadtwerke gleich ganz auf „Bonn plus Licht“ verzichten würden – und sich die Eigentümerinnen und Eigentümer der Godesberger Villen lieber auf eine gute Alarmanlage statt auf die ganzjährige Weihnachtsbeleuchtung verlassen würden.