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Aus Sparkassengebäude am Hansaeck soll Wohnraum werden

Zum Antrag der Linksfraktion, für das Sparkassengrundstück am Hansaeck einen Aufstellungsbeschluss zu fassen und ein städtisches Kaufinteresse zu äußern, erklärt Holger Schmidt, planungspolitischer Sprecher:

Die Sparkasse KölnBonn will nach ihrem Sitz am Friedensplatz nun auch ihr Gebäude in Bahnhofsnähe an der Ecke Thomas-Mann- und Maximilianstraße aufgeben und verkaufen. Ob das eine sinnvolle Strategie ist, sei dahingestellt. Nach Auffassung der Linksfraktion sollte dieser Moment jedoch genutzt werden, um an der Stelle zukünftig Wohnraum zu schaffen. Mit den großen Neubauten vor dem Bahnhof sind große Einzelhandels- und Gewerbeflächen entstanden. Das viel drängendere Problem ausreichenden und vor allem auch bezahlbaren Wohnraums in innerstädtischer Lage wurde allerdings ignoriert. Deshalb sollte nicht abgewartet werden, bis die Sparkasse ihr Gebäude samt Grundstück an einen höchstbietenden Projektentwickler verkauft hat, der dann weitere große Einzelhandels- oder Büroflächen plant.

Die Linksfraktion hat deshalb beantragt, über einen Bebauungsplanbeschluss kombiniert mit einer Vorkaufssatzung sicherzustellen, dass erstens ab dem 1. Obergeschoss in Zukunft nur noch Wohnen erlaubt sein soll und zweitens eine Möglichkeit besteht, hier auch für mindestens anteiligen sozialen Wohnraum zu sorgen.[1] Dies gilt sowohl für den Fall, dass der jetzige Bestandsbau samt gläsernem Anbau erhalten bleibt, als auch für einen wahrscheinlicheren Abriss und Neubau an gleicher Stelle. Im Erdgeschoss soll nach den Vorstellungen der Linksfraktion kleineres Gewerbe möglich sein, auf Dauer könnte dort aber auch die Gemeinsame Anlaufstelle GABI unterkommen. Wenn die Stadt oder eine städtische Gesellschaft selbst Eigentümerin ist, können die hohen Mietkosten für diese sinnvolle Einrichtung vermeiden werden. Deshalb soll die Stadt nach dem Antrag der Linksfraktion gegenüber der Sparkasse auch das Interesse an einem Ankauf bekunden.

Die Sparkasse ist ein kommunales Unternehmen, das zudem mit einem hohen Kredit der Stadt gestützt wurde. Man darf verlangen, dass ein solches Unternehmen städtebauliche Ziele zum Wohle der Stadtgesellschaft berücksichtigt. Statt weiterer Ketten- oder Büroflächen ist an dieser Stelle innerstädtischer und bezahlbarer Wohnraum das vordinglichste Ziel.


[1] Drs. 190817 (Link).