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Aktion der Diakonie ist richtig

Zur Aktion der Diakonie „Unser Kreuz hat keinen Haken“ erklärt der Stadtverordnete der Linksfraktion Jürgen Repschläger:

Da fühlen sich Mitglieder und Anhänger des Bonner Kreisverbandes der AfD zu Unrecht in die Nazi-Ecke gestellt. Die Bonner AfD sei gegen Rassismus, Extremismus und NS-Logik, so das Argument. „Stellt sich nur die Frage“, so Jürgen Repschläger, „warum diese Leute dann Mitglied oder Anhänger einer rassistischen, völkischen und mit Nazis zusammenarbeitenden Partei sind. AfD-Leute werden nicht in die rechtsextreme Ecke gestellt, sie stellen sich mit dem Bekenntnis zu dieser Partei selbst dorthin. Wer damit wirklich und ehrlich nichts zu tun haben will, muss diese Partei verlassen und sich ein anderes, demokratisches politisches Betätigungsfeld suchen.“

Deshalb liegt die Diakonie mit ihrer Aktion genau richtig. Die Botschaft ist so einfach, wie eindeutig: rassistisches, antisemitisches und geschichtsverfälschendes Gedankengut ist unvereinbar mit den Positionen der Kirche. Dies ist auch deshalb so bedeutend, weil das in der Kirchengeschichte nicht immer so war.

Der Hinweis, dass es unter den AfD-Anhängern sicherlich auch Christen gibt, geht daher fehl. Auch bei den Nazis gab es viele Christen, die nicht nur weggeschaut haben, sondern aktiv an NS-Verbrechen beteiligt waren. Die klare und mit dem Slogan auch sehr plakative Haltung der Diakonie verhindert auch keinen Dialog unter Christen. Im Gegenteil: Vielleicht ergibt sich ja erst ein Dialog, wenn Menschen drastisch vor Augen geführt wird, mit was für einer Partei sie sich da einlassen.