5. Juli 2017 Hanno von Raußendorf

Ganz schön peinlich: Unterführung Brüdergasse wird nicht barrierefrei

Zur gestern durch die Bezirksvertretung Bonn beschlossenen Vorplanung der Neugestaltung der Brüdergasse im Rahmen des Masterplans Innere Stadt erklärt Hanno von Raußendorf, Bezirksverordneter der LINKEN:

„Ein bisschen viel Aufwand, dafür dass jetzt im Wesentlichen zwei große Bäume gefällt und zwei kleine nachgepflanzt werden“, kommentierte Hanno Raußendorf, Bezirksvertreter der Partei DIE LINKE das Ergebnis der Diskussion um die Neugestaltung der Brüdergasse. „Dazu kommen noch drei verstreute Bänke und wenige Fahrradständer. Wir waren immer skeptisch, ob eine großflächige Gehwegerneuerung der Brüdergasse wirklich notwendig ist. Hier ist jetzt jedoch definitiv eine Gelegenheit verpasst worden, einen kommunikativeren Innenstadtraum zu schaffen.“

Gestern hatte die Bezirksvertretung Bonn hier über die Vorplanung zu entscheiden. Als Tor von der Innenstadt zum Rheinufer sollte sie nach den Plänen der Verwaltung für knapp 900.000 Euro erneuert werden. Eine längere Diskussion entbrannte um die Neugestaltung der Unterführung unter dem Belderberg. Sie sollte nach den Plänen der Verwaltung barrierefrei werden, weshalb die Planung vorsah, den bei niedrigerem Gefälle verlängerten Weg in zwei S-Kurven ansteigen zu lassen. Dies traf auf Kritik der großen Mehrheit der Bezirksvertretung, die gegen die Stimme des Vertreters der LINKEN die Vorplanung ohne die Neugestaltung der Unterführung zur Oper verabschiedete.

„Ob nun durch einen Umbau der Unterführung oder durch eine Ampelanlage, dass hier nun keine Barrierefreiheit mehr hergestellt werden soll, das ist schon peinlich. Die Barrierefreiheit ist nun auf den St. Nimmerleinstag verschoben. Was bleibt von dem Projekt außer ein wenig Kosmetik nun eigentlich übrig?“, kommentierte Hanno Raußendorf das Ergebnis.